Über Mich!

Hallo Ihr Lieben!

Wie Ihr ja schon gehört habt, höre ich auf den Namen Trixi. Eigentlich ist in meinem Impfpass noch Maya eingetragen, darauf habe ich allerdings nie ein Ohr verschwendet.

 

 

Gefunden hat mich mein Frauchen im August 2005 bei der 

Initiative Familienhund e.V., dass sind lauter liebe Menschen, 

die sich darum kümmern, dass viele arme Wauzis ein schöööönes Zuhause bekommen! 

 

Angefangen hat es Anfang August 2005 ... ist also schon eine Weile her. Ich war damals tatsächlich im Internet! 

Als Frauchen mit meinem damaligen Herrchen das erste Mal vorbei kam, hat sie mich doch tatsächlich übersehen ... kann man so was glauben?

Ich war einfach noch soo klein, und auf dem Foto konnte man mich ja auch nur halb sehen . 

 

Es war ganz schön aufregend, denn Frauchen kam extra aus Wuppertal zu mir nach Essen um mich zu besuchen. Es war klasse und wir sind schon am ersten Tag eine kleine Runde spazieren gegangen, wobei ich direkt mit ins Auto wollte ... aber Frauchen stellte sich so komisch an und faselte immer etwas von :"Nein, wir müssen wieder zurück, aber beim nächsten Mal".

 

Ich war ganz schön traurig, abgesehen davon das ich kurz vorher ja schon mal ein Zuhause gefunden hatte, in dem ich aber nicht bleiben durfte.

Doch als ich gar nicht mehr daran glaubte, kam Frauchen doch noch und holte mich in mein neues Zuhause!

Und diesmal durfte ich bleiben ...

für IMMER !

 

Gedanken und Gefühle von Frauchen:

Seit unser Schäferhundmischling Prinz (nun schon einige Jahre im Hundehimmel) gestorben war, habe ich mir geschworen NIE WIEDER EINEN HUND. Aber wie heißt es so schön? Erstens kommt es anders .. und zweitens als man denkt! Ich schaute an jenem Tag wieder einmal Tiere suchen ein Zuhause, denn ich liebte es zu sehen, wie die zuvor vorgestellten Hunde, nun in Ihrem neuen Zuhause vorgestellt wurden. Ich dachte immer noch oft an Prinz, obwohl er im Juli 2005 bereits schon 11 Jahre tot war.

Ich habe diesen Hund geliebt, bin mit ihm aufgewachsen und verfluche noch immer den Tag an dem er von mir ging! Ich fürchte das es sich auch niemals ändern wird ... nun gut, ich komme vom Thema ab.

Nach der Sendung also schaute ich ihre Homepage durch, schaute mir die vielen süßen Frätzchen der suchenden Wauzis an, es waren viele unendlich süße, kleine, große und traurige Hunde dabei.

Nein, sagte ich mir, dass tust du dir nicht noch einmal an! Doch ehe ich weiter denken konnte, blieb mein Herz stehen. Was war das? Ich blätterte eine Seite zurück, sah in diese unendlich traurigen, durchdringenden Augen, mein Herz hüpfte, blieb stehen, raste ... und scheinbar alles auf einmal. Das saß die kleine Maus. Trixi war ihr Name, sie war beschrieben mit 6 Monaten und doch wirkte sie so unendlich klein und zerbrechlich. Tausende von Gedanken schossen durch meinen Kopf, ich versuchte den selbigen klar zu halten und sagte mir, dass es nicht ginge, ich viel Zeit haben müsste, einen Platz wo sie Tagsüber sein kann wenn wir arbeiten müssten. Und doch wollte ich diesen Hund sehen, in einmal berühren und in diese wunderschönen traurigen Augen blicken.

Ich rief noch am selben Abend bei der Initiative an, und erkundigte mich, ob sie denn noch da sei. Die Frau am Telefon hieß Frau Heckmann, es war eine sehr sympathische, doch auch sehr direkte Frau. Und ohne das ich kurz überlegen oder klar denken konnte, fragte sie schon am Telefon die wichtigsten Kriterien ab. Ob wir denn Berufstätig seien, dass Hunde ja nun mal einiges an Geld kosten, man eine Menge Zeit braucht, wodurch auch viele Sachen auf der Strecke bleiben, wie die Familienverhältnisse sind und vor allem die Wohngegend.

Ich war erst mal perplex und antwortete jeweils auf das gefragte, bis sie mir sagte, ich könne ja morgen Nachmittag mal vorbeikommen und sie mir ansehen, ob es überhaupt passen würde.

Ich freute mich riesig über das Angebot und vielmehr freute ich mich auf den Freitag Nachmittag, an dem ich die süße Tiximaus sehen durfte. Mein damaliger Freund (Mann) Sascha und ich fuhren also am Freitag nach Essen, wir fuhren extra früher los um pünktlich zu sein, doch wie es der Teufel will, kamen wir in einen Stau ... ich rief also schnell noch mal bei Frau Heckmann an um mich zu entschuldigen, und mit zu teilen, dass wir auf jeden Fall gleich da sein werden. Sie war wieder gewohnt freundlich, sagte dass es doch gar kein Problem sei.

Als wir dort ankamen, wussten wir nicht so Recht wo wir denn hin mussten, jedoch kam eine Mitarbeiterin vorbei, die uns mit hinein nahm.

Als das Tor aufging, wuselten so viele kleine, große, schüchterne und kecke Hunde um mich rum, dass ich nicht wusste wie mir geschah. Wir begrüßten Herr und Frau Heckmann und unterhielten uns kurz, bis Herr Heckmann dann sagte, er würde die kleine mal eben holen. Ich schaute mich in der Zeit um, es kamen so vielen Hunde zum kuscheln, Leckerchen abstauben und schnüffeln, dass ich gar nicht mehr mitkam. Herr Heckmann kam mit einem etwas ratlosen Gesicht zurück und sagte :"Eigentlich müsste sie da sein ... ach DA ist sie doch". 

Ich schaute in die Richtung seines Fingerzeigs und sah SIE, so winzig klein, mit hängenden Öhrchen und Riesen Kulleraugen. Sie kam auf mich zugerannt und kuschelte mit mir. Und wieder fing mein Herz an zu rasen, hüpfen und klopfen ... das muss Liebe sein, schoss es mir durch den Kopf.

Ich war mir sicher, genauso wie die kleine Maus vor mir, wir gehören zusammen! 

Den Rest kennt ihr ja, wir gingen spazieren ... wobei wir zwischendurch an einer Bank eine kleine Pause machten, als sich Trixi dann ganz selbstverständlich zwischen uns auf die Bank quetschte um noch etwas zu kuscheln, war eigentlich alles klar! Wir gingen zurück und sagte, dass wir sie auf jeden Fall gern haben würden. Sie machten mit uns einen Besuchstermin aus, bei dem sie Trixi direkt mitbringen würden ... und sie direkt da bleiben könnte wenn alles in Ordnung ist.

Am Dienstag war es soweit, es klingelte und ich machte voller Vorfreude die Tür auf. Was soll ich sagen, vor mir standen die beiden Mitarbeiterinnen des Tierschutzvereins ... ohne Trixi. Wir waren extra schon auf alles vorbereitet, hatten alles an Zubehör, Futter und Spielzeug da, damit es die kleine Maus gemütlich hat. Und nun war sie nicht da! Ich merkte wie mir übel wurde. Mein erster Gedanke war - wir bekommen sie nicht- jedoch teilten sie uns mit, dass vorher noch ein anderer Besuchstermin war, und sie ihr den Stress ersparen wollten.

Ich war unendlich erleichtert, wir unterhielten uns gut und lange, und ehe wir uns versahen waren 3 Stunden vergangen! Ich fragte vorsichtig, wie es denn nun ausschauen würde, und sie sagten, dass wir sie Freitag abholen können.

Ich freute mich wie wahnsinnig und konnte Nachts nicht mehr schlafen, es war wie in Kinderzeiten, in denen man auf das Christkind gewartet hat!

Am Freitag holten wir sie dann ab, und es standen uns aufregende Wochen bevor.